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Abstrakte Kunst ist eine Kunstrichtung, die mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts begann, als die ersten Maler sich, als unmittelbare Folge der immer weiter voranschreitenden Entwicklung der Fotografie, immer weiter von der Wiedergabe oder Interpretation der realen Natur in ihrer Malerei entfernten. Man sprach deshalb auch von "gegenstandsloser Kunst", ihre überzeugten Anhänger von "absoluter Malerei". Zu den Wegbereitern der abstrakten Malerei gehören M.K. Tschurlianis, ein Maler aus Litauen, dem das erste völlig abstrakte Gemälde von 1904 zugeschrieben wird; der französische Maler Francis Picabia (1879-1953) und der Russe Wassily Kandinsky (1866-1944), der nach eigenem Bekunden sein erstes abstraktes Bild 1911 malte. Heute geht man davon aus, dass Kandinsky das Bild vordatiert hat. Zu den ersten abstrakten Malern zählen weiter der Russe Michail Larianow (1881-1964), der vom Kubismus beeinflusste französische Maler Robert Delaunay (1885-1941), der tschechische Maler Frantisek Kupka (1871-1957), der Schweizer Paul Klee (1879-1940) und der Niederländer Piet Mondrian (1872-1944). Eine Ikone der abstrakten Malerei ist das schwarze Quadrat auf weißem Grund von Kasimir Malewitsch (1878 - 1935) aus dem Jahre 1913. Seit diesen Anfängen hat die Abstraktion in immer neuen Varianten, Stilrichtungen und Zusammenhängen weltweit ihren Platz in der Kunstszene behauptet. |
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